Schweizerinnen und Schweizer essen pro Jahr fast 9 Kilogramm Fisch und Meeresfrüchte. Tendenz steigend... Das Problem dabei: knapp 90% der kommerziell genutzten Fischbestände weltweit sind überfischt oder stehen kurz davor. Fast 40% des Fangs geht dabei ungewollt ins Netz, zum Beispiel Delfine oder stark gefährdete Schildkrötenarten.
Auch Fische aus Zucht sind nicht unbedenklich, weil sie mit Fischmehl oder Fischöl gefüttert werden. In der konventionellen Zucht wird oft mehr Fisch zur Fütterung verbraucht, als gewonnen wird. Immerhin konnte in den letzten Jahren die Effizienz bei der Fütterung erheblich verbessert werden: So werden beispielsweise pro Kilo Lachs nicht mehr 4 Kilogramm Fisch aus Wildfang verbraucht, sondern durchschnittlich weniger als 1,2 Kilogramm.
Bei Zuchtfisch mit dem Bio-Label ist das Futter hingegen pflanzlich, stammt aus Abfällen der Fischverarbeitung oder aus nachhaltiger Fischerei. Auch die Haltungsbedingungen sind artgerechter als in der konventionellen Zucht. Die wichtigsten Label für fairen Fischkonsum aus Wildfang heissen MSC und fairfish. In Schweizer Gewässern werden die Fischbestände streng überwacht. Es gibt Mindestfanggrössen sowie Schonzeiten und -gebiete, an die sich die Fischer halten müssen. Darum ist Fisch aus Schweizer Gewässern ebenfalls empfehlenswert.
(Der CLEVERE Konsumtipp von Biovision, erschienen im Magazin "natürlich" vom April 2018)
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