Kennst Du das Gefühl: Du stehst im Supermarkt und willst beim Einkauf auf die Umwelt achten. Doch was ist jetzt besser? Die Bio-Tomaten aus Spanien in Plastik verpackt oder doch lieber die unverpackten aus der Schweiz ohne Bio-Label? So ging es auch den Praktikantinnen der Ausstellung CLEVER, als sie anfingen, sich mit dem Thema «Nachhaltiger Konsum» auseinanderzusetzten. Damit Du nicht auch 20 Minuten länger im Laden verbringen musst, hat Anna, CLEVER-Praktikantin 2019, für Dich hilfreiche Tipps für nachhaltiges Einkaufen gesammelt:
Allgemein gilt:
- Alle regionalen Produkte sollen auch saisonal sein. Im Herbst geniessen wir Kürbis, Marroni und Rotkohl (Saisonkalender). Wer doch mal Lust auf Tomaten hat, wählt Bio-Pelati.
- Die Verpackung spielt zwar eine Rolle, doch Produkte mit dem Bio-Label verursachen eine geringere Umweltbelastung als konventionelle, auch wenn diese unverpackt sind. Unverpackte Bio-Lebensmittel bekommst Du im Bioladen oder auf dem Markt.
- Findest Du es übertrieben, Gemüse wegzuwerfen, nur weil es nicht normal gewachsen ist? Im Hofladen und bei Gemüseabos bekommst Du zu klein geratenes oder krummes Gemüse. Unter dem Label UNIQUE verkauft Coop übrigens ebenfalls sogenannte «Ausschussware».
- Ein Ausweg aus dem Labeldschungel bietet unser Labelglossar.
Für Pendler und Vielbeschäftigte gilt:
- Trinkflasche und Kaffeebecher (z.B. aus Bambusfasern) immer dabeihaben, so spart man PET und Plastik. Zum Beispiel von ecoffeecup oder Sigg. Es gibt sogar Göffel (Gabel & Löffel) für unterwegs.
- Frühstück im Zug könnte so aussehen (Bild unten): Bio Sojajoghurt mit Schweizer Pflaumen, Leinöl, Biofarm Knuspermüsli, alles im Tupperware.
- Am Abend doppelte Menge Abendessen kochen, damit man am Morgen was für den Mittag mitnehmen kann. Lasse Dich von den Bildern unten inspirieren: Bio-Penne mit selbst gesammelten Steinpilzen und Kuh- oder Soja-Rahmsauce. Oder Lupinenschnitzel mit Bio-Champignons und Kuh- oder Soja-Rahmsauce, Schweizer Blumenkohl und selbst gezogene Tomaten. Oder Reisnudeln mit Tofu, Pilzen, Rüebli, Brokkoli an einer Tamari-Ahornsirup-Sauce.
Einfache Tipps, um im Alltag auf Plastik zu verzichten:
- Einkaufstaschen, zu Beispiel aus recycliertem Material oder Stoff, mehrmals verwenden.
- Bei der Kasse erwähnen, dass man keinen Plastiksack möchte (man muss schnell sein).
- Keine Löffel für das Cornetglace und kein Trinkhalm für das Getränk.
- Beim Bäcker fragen, ob man das Brot unverpackt entgegennehmen kann.
- Mikroplastik findet sich oft in Shampoos und Lotionen: bei Naturkosmetik kann man sicher sein, dass sie ohne auskommen.
- Rosskastanien eigenen sich als kostenloses und umweltschonendes Waschmittel. Einfach in Viertel schneiden, über Nacht in Wasser einlegen und am Morgen die entstandene Lauge als Waschmittel benützen. Voila!
Annas Tipps für ein nachhaltigeres Leben:
- Rette Lebensmittel vor dem Abfall und engagiere dich bei Organisationen wie Foodsharing.
- Probiere mal eine pflanzliche Alternative; Soja für Drinks und Tofu kommt oft aus der Schweiz oder Europa.
- Bestelle ein Gemüsekörbchen, das wird mit möglichst wenig Verpackung nach Hause geliefert: Öpfelchasper, Ugly fruits, Farmy.ch
- Besuche Secondhandshops und Kleidertauschbörsen.
- Altes oder kaputtes Smartphone? Bei revendo.ch kannst du es entweder reparieren lassen oder ein gebrauchtes Handy kaufen.