Gewöhnlicher Löwenzahn (Taraxacum officinale)
Der Gewöhnliche Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er ist der bekannteste Vertreter der Gattung Löwenzahn (Taraxacum). Die Pfahlwurzel des Löwenzahns wächst bis zu zwei Meter tief in den Boden und enthält wie alle Teile der Pflanze einen weissen Milchsaft. Die langen Blätter sind gezahnt. Auf jedem, bis zu 60 cm langen, hohlen Stängel wächst eine Scheinblüte, die aus vielen einzelnen, gelben Blüten besteht. Zusammen bilden die Blüten ein Körbchen von etwa drei bis fünf Zentimeter Durchmesser. Nach dem Verblühen werden die Früchte mit Flugschirm durch den Wind ausgebreitet; daher der Name Pusteblume. In Schweizerdeutsch wird die Pflanze unter anderem auch "Chrottepösche" und "Söiblueme" genannt. Die Hauptblütezeit ist von April bis Mai.
Die Blüten liefern den Wildbienen, aber auch anderen Insekten eine Fülle an Pollen und Nektar. Die Hauptwirkstoffe des Löwenzahns sind Bitterstoffe. Weiter hat die Pflanze einen relativ hohen Kaliumgehalt. Die Wurzel enthält fünfmal so viel Eiweiss, achtmal so viel Vitamin C und doppelt so viel Kalium, Phosphor und Magnesium wie Kopfsalat. Alle Pflanzenteile bis auf die Blüten schmecken bitterlich wie Chicorée. Die Blüten sind süss und schmecken nach Honig. Aus diesen lässt sich ein wohlschmeckender Sirup machen. Die Blütenknospen eignen sich gebraten als Gemüse oder eingelegt in Essig als Kapern. Abgezupft sind die gelben Blütenspitzen eine schöne essbare Dekoration. Die jungen, nur leicht bitter schmeckenden Blätter können als Salat verarbeitet werden. Sind die Blätter schon älter, können sie, wie auch die Blütenstängel, fein geschnitten für eine Stunde im kalten Wasser eingeweicht werden. Sie verlieren dabei an Bitterkeit und sind danach ebenfalls als Salat oder Gemüse geeignet. Klein gehackt eignen sich die Blätter als Würze. Die Wurzel kann von September bis März ebenfalls als Salat verarbeitet oder gekocht werden. Getrocknet und geröstet sind sie ein beliebter Kaffeeersatz.
PS: Auf der Foto sichtbar: #Wespenbiene (Nomada fabriciana) Foto & Text von Umweltingenieurin Claudia Späti: @nyala_c
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