Eine Tasse am Morgen, einen Espresso nach dem Mittag: über 1'000 Tassen Kaffee trinken wir pro Jahr. Die Lust auf Kaffee will gestillt werden: Industriell angebaute Kaffeebohnen werden in grossen Monokulturen unter freiem Himmel gezogen. Die Folgen für die Umwelt sind fatal. Bäume werden für zusätzliche Anbauflächen gerodet, die Artenvielfalt nimmt drastisch ab.
Wesentlich schonender ist die traditionelle Mischkultur, die im Bio-Anbau gefördert wird. Dabei wird die Kaffeepflanze zusammen mit anderen Nutzpflanzen und Bäumen angebaut. Die hohen Bäume schützen den Kaffee vor Wind und Sonne. Der Schattenwurf erhöht die Bodenfeuchtigkeit. Mit dem herabfallenden Laub und der Hülle der Kaffeekirsche werden die Pflanzen natürlich gedüngt. So entsteht ein stabiles, vielfältiges Ökosystem. Ein weiterer Vorteil der Mischkultur ist, dass die Kaffeebauern, den Anbau mit Früchten und Gemüsen für den eigenen Konsum kombinieren können.
Kaffee kommt aus fernen tropischen Ländern, weshalb ein Fairtrade-Label empfehlenswert ist. Somit werden gerechte Löhne, Handel und Arbeitsbedingungen gewährleistet. Die Vorschriften zum Schutz der Umwelt sind aber nicht sehr streng. Deshalb fahren Sie mit Bio-Fairtrade Kaffee am besten. So leisten Sie einen wertvollen Beitrag für Mensch UND Umwelt.
(Unser Konsumtipp, erschienen im Magazin «natürlich», Ausgabe 09.2018)