Was meinst Du, welches Produkt ist nachhaltiger hergestellt?

Nachhaltiger ist tatsächlich der Bio-Chicorée aus Belgien. Die Anbaumethode ist für die Belastung der Umwelt viel entscheidender als der Transport. Das nicht nur für das Klima, sondern vor allem für den Boden, die Gewässer und natürlich die Artenvielfalt. Denn Bio verzichtet auf chemische Pflanzenschutzmittel und Dünger. Übrigens: Bio Suisse, das wichtigste Bio-Label in der Schweiz, erlaubt keine Flugtransporte.

 

Im Gegensatz zum Chicorée gewinnt hier die Schweizer Tomate. Nicht weil bei der Tomate der konventionelle Anbau umweltfreundlicher wäre, sondern weil in Spanien, genauer in Almeria, - und auch in Süditalien - das Wasser sehr knapp ist. Es regnet dort 5x weniger als bei uns. Der intensive Anbau das ganze Jahr über führt nun dazu, dass das Wasser immer knapper wird. Flüsse und Feuchtgebiete trocknen langsam aus, der Grundwasserspiegel sinkt. Hinzu kommt der Klimawandel, der seit einigen Jahren in Südspanien zu spüren ist: Die Niederschläge nehmen weiter ab. Daher unser Tipp: Geniesse im Sommer Bio-Tomaten aus der Schweiz.

 

Es ist die Pasta (ohne Eier), auch wenn der Hartweizen nicht aus der Schweiz stammt. Beim Anbau von Reis werden nämlich grosse Mengen Methan frei, ein Gas, das rund 20x schädlicher ist für das Klima als CO2. Das Methan wird von Mikroorganismen freigesetzt, die sich im schlammigen und sauerstoffarmen Wasser der Reisfelder pudelwohl fühlen. Übrigens ist Reis ursprünglich keine «Wasserpflanze». Er wurde über Jahrhunderte so gezüchtet, da viele Unkräuter und Schädlinge mit dem Wasser nicht zurechtkommen. Achte Dich öfter darauf, Trockenreis zu kaufen. Dieser wird – wie der Name verrät – nicht im Wasser stehend angebaut, es entsteht viel weniger Methan. Trockenreis ist aber eher ein Nischenprodukt, da der Anbau aufwändiger ist. Dafür gibt es Schweizer Trockenreis aus dem Tessin.

 

Der Sieger heisst Hering. Heringe sind Schwarmfische, die gezielt gefangen werden können, es gibt wenig Beifang. Zudem pflanzen sich Heringe relativ schnell fort. Die Bestände in der Nordsee sind daher nicht gefährdet. Aber Achtung: Das gilt nicht für alle Heringe – und schon gar nicht für alle Fische! Auskunft darüber, welche Fische konsumiert werden dürfen, gibt zum Beispiel die Fischliste von Greenpeace. Es gibt sie online als PDF oder als App. Die Meere sind fast leergefischt. Wäre es da nicht besser, Zuchtfisch zu kaufen? Nein, leider nicht. Denn auch Zuchtfische haben Hunger. Für die konventionelle Zucht werden riesige Mengen Fisch gefangen – das belastet die Meere zusätzlich. Geniesse Fisch 1x pro Monat, am besten aus Schweizer Gewässern. Und achte bei Zuchtfischen auf die Bio-Knospe: Dann stammt das Futter aus Abfällen der Speisefischverarbeitung oder nachweislich aus nachhaltiger Fischerei.

 

Es ist die Tafel Schokolade, da sie im Gegensatz zu vielen Schoggistängeli kein Palmöl enthält. Palmöl ist neben Kokosfett das einzige Fett, dass bei Zimmertemperatur fest ist. Es verhindert also, dass uns die Schoggistängeli in der Hand wegschmelzen. Für den Anbau der Ölpalmen, aus denen Palmöl gewonnen wird, werden in Malaysia und Indonesien riesige Regenwaldflächen gerodet. Dies führt neben massiven Umweltschäden auch zur Vertreibung der lokalen Bevölkerung und zu Landraub. Aber Achtung: Nicht jede Schoggitafel ist frei von Palmöl: Schoggitafeln mit Füllungen enthalten ebenfalls oft Palmöl. Dabei spielt es keine Rolle, ob es weisse, schwarze oder Milchschokolade ist.

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